XXXIII (29)

Interea uesanus quidam et Rm 1,30deo odibilis ascitis sibi similibus sociis · ad sancti magni basilicam una properant · Passio (II) S. Afrae c. 3 etc.ignique supposito · cum mansiunculam sanctę uirginis exurere uellent · diuina uirtute flammę restinctę sunt · Cunque effectum peruersę 136ra uoluntatis se non posse perficere cernerent · Greg. Turon., Histor. VI 6 circueuntess ediculam · aditum quo intrare potuissent quęrunt · Et non inuenientes · duo ex illis ascenderunt super tectum · et disiectis tegulis incidunt obstacula quęque factoque foramine se immittentest sanctam uirginem ante altariolum stantem · et deuotis precibus deo omnipotenti et sanctorum omnium suffragiis suppliciter se commendantem spoliauerunt uestibus · sicque omni tegmineu preter cilicium ablato · libratis asciolis tria capiti uulnera sanctęv martyri infligunt · et seminecem relinquentes discesserunt · At sanguis undatim profluens · cilicium pene totum perfudit · sed et murus eiusdem claustriw sancti sanguinis aspersione perfusus per multa tempora martyrium sanctę uirginis aduenientibus patefecit · Qui nullis abolitionibus quamuis mera calce sepius obductus quin se panderet obtegi potuit · Nos etiam hoc uerum esse proximis temporibus oculis nostris inspeximus ·

Das Martyrium

Unterdessen eilte ein ʻGott hassenswerterʼ Wüterich mit seinesgleichen zur Basilika des heiligen Magnus. Sie ʻlegten dort Feuerʼ und wollten die Behausung der heiligen Jungfrau verbrennen, doch wurden die Flammen von der Macht Gottes erstickt. Und als sie erkannten, daß es nicht nach ihrem schurkischen Willen ging, ʻliefen sie umʼ das Häuschen ʻherumʼ und suchten nach einem Zugang um einzudringen. Nachdem sie ʻkeinen fanden, stiegen zwei von ihnen auf das Dachʼ, zertrümmerten die Ziegel und schlugen jedes Hindernis ein. Als ein Durchlaß entstanden war, ließen sie sich hinab und beraubten die heilige Jungfrau, die vor dem kleinen Altar stand und sich mit demütigen Bitten dem allmächtigen Gott und den Fürbitten aller Heiligen anvertraute, ihrer Kleider. Und als ihr so alle Bedeckung mit Ausnahme des härenen Gewandes weggerissen war, schlugen sie der heiligen Martyrin mit Axthieben drei Kopfwunden, ließen sie halbtot zurück und verschwanden. Das wallend hervorströmende Blut aber ergoß sich beinahe über das ganze härene Gewand. Auch die Mauer dieser Zelle kündete für lange Zeit dem, der dahin kam, vom Martyrium der heiligen Jungfrau, da sie von ihrem heiligen Blut benetzt worden war. Wie sehr diese auch des öfteren mit reinem Kalk überzogen wurde — es konnte durch kein Tünchen verhindert werden, daß es durchschien. Auch wir haben kürzlich mit unseren eigenen Augen gesehen, daß dies wahr ist.

s
circumeuntibus A W; circumeuntes Boll.
t
imminentes A.
u
tegimine Boll.
v
sanctę ex sancti corr. S; virgini et add. A W Boll.
w
claustri del. A et in marg. adiecit clausu ...