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Quadam itaque celebri festiuitate · cum adf ęcclesiam processura coacta a parentibus cultioribus se indueret uestibusg · crinalibus uerticem redimiret ornaculis · laxos sinus preciosioris amictus aureolis praefigeret fibulis · posita in equo una cum genitrice et sociis ire perrexit · Cum ecce uia media · caput dolere grauiter cępit · confestimque per spiritum diuina se sentiens uisitatione commonitam · cf. Sulp. Sev., Dial. II 1, 5ab equo desiliit nudaque tellure residens · reductis intrah amphibalum manibus aurum primo pectoris soluit · deinde cf. Is 3,23subtus theristrum uittatoriam uerticis compositionem detrahens et reuellens · sinu interiore recondit · Cui e uestigio mater superueniens · quid causę sit quod ibi substitit et quare remoretur inquirit · Quam dissimulatai pro tempore causak uti procederet adhortatur · se quoque continuol subsequi profitetur · Cunque eam comites ut equum reascenderet perurgerent · penitus non consensit · sed pedestri itinerem ad ęcclesiam usque peruenit · Virg., Aen. IX 759Hęc dies ultima aliquid in ea131ra compositorię superfluitatis · siue superfluę compositionis aspexit · Post hanc diem nullus eam iumenton · uel alicuius uehiculi adminiculo · quoad uiuereto impositam uidit · excepto cum sicut dicturi sumus · romam orationis gratia peteret · si ei necessitas transmeandip alicuius fluminis aut torrentis forte eueneritq ·

Letzter Kirchgang im prächtigen Gewand

Als sie an einem hohen Festtag zur Kirche ziehen wollte und von den Eltern gezwungen feinere Kleider anzog, den Scheitel mit Haarschmuck zierte und die schlaffen Falten des sehr kostbaren Gewandes mit goldfarbenen Fibeln raffte, zu Pferd saß und mit ihrer Mutter und Gefährten dahinritt, da überfiel sie plötzlich mitten auf dem Weg heftiges Kopfweh, und sogleich fühlte sie sich durch den Geist in göttlicher Heimsuchung ermahnt, sprang vom Pferd, setzte sich auf die blanke Erde, zog die Hände in den Übermantel zurück und löste zuerst das Gold von der Brust. Dann zog sie unter dem Schleier den kunstvollen Kopfputz herab, riß ihn ab und barg ihn im inneren Gewandbausch. Sogleich kam die Mutter herzu und fragte, warum sie dort stehe und verweile. Sie verschwieg zunächst den Grund, bat die Mutter weiterzugehen und versprach, alsbald zu folgen. Als ihre Begleiter sie drängten, das Pferd wieder zu besteigen, willigte sie durchaus nicht ein, sondern ging den ganzen Weg bis zur Kirche zu Fuß. ʻDas war der letzte Tagʼ, der an ihr etwas von geziertem Überfluß oder überflüssiger Zier sah. Nach diesem Tag sah sie keiner mehr, solange sie lebte, auf einem Reittier oder Wagen, ausgenommen als sie, wie wir noch berichten werden, nach Rom ging, um zu beten, wenn sie etwa über einen Fluß oder Sturzbach setzen mußte.

f
ad supra lin. add. S; deest
g
vestimentis A W Boll.
h
inter Boll.
i
dissimulate Boll.
k
deest Boll.
l
continue Boll.
m
deest
n
in iumento A.
o
quo aduiueret separant S et A
p
transeundi A.
q
eueniret A.