FIDESv DIUINAM PROuidentiam non solum facta · sed etiam uoluntates hominum prouidere
siue pręparare credulos nos efficit · huic beatę uirp. 397gini ita
laudabile nomen non sine eius prouidentia esse impositum · Ps 112,3Mal 1,11cuius nomen a solis ortu usque ad occasum laudabile
est · Nam Teutonica (Theutonica) lingua
Das Vertrauen, daß die göttliche Vorsehung nicht allein die Taten, sondern auch den Willen der Menschen vorhersieht und vorbereitet, läßt uns glauben, daß die heilige Jungfrau so ihren löblichen Namen nicht ohne die Vorsehung dessen bekommen hat, dessen ʻName vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang gelobt seiʼ. Denn, in deutscher Sprache ausgedrückt, lautet er: Frauen-Rat. Sooft wir nämlich so die geistlichen Namen der Auserwählten Gottes lesen, wird uns schon durch die Wörter die klare Einsicht gegeben, daß der ʻEngel des großen Ratschlussesʼ Herzen beiderlei Geschlechtes für würdig hält, in sie den Geist des Rates auszugießen. So soll, wenn uns Irrenden von ihnen geistlicher Rat erteilt wird, in ihren Ratschlägen Gott selbst gerühmt werden; ʻGott, der verherrlicht wird im Rate der Heiligenʼ, wie der Psalmist sagt. Lobwürdig, sage ich, ist der Name der seligen Wiborada, weil sie dadurch, daß sie wie Martha ein tätiges Leben und wie Maria ein beschauliches führte, allen fromm lebenden Männern und Frauen den Rat verkörpert hat, die Vollkommenheit beider Arten der Liebe zu erreichen.
- v
- quae docet coni. Henschenius in editione Boll. ↩
- w
- dignabitur iterum scripsit et delevit↩
- x
- wiberade C.↩