Hęc ergo ab ipsis cunabulis factori suo omnipotenti deo deuota immo ab ipso cf. Ier 1,5
Kindheit
Von der Wiege an ihrem allmächtigen Schöpfer ergeben, ja von ihm, der sie kannte, noch ehe sie im Mutterschoß gebildet war, voll Erbarmen aufgenommen, unterdrückte sie mit bescheidener Bedachtheit alle Verlockungen übermütiger Ausschweifung, alle Leichtfertigkeit des Kindesalters und bändigte sie mit einer gewissen Strenge und Reife. Sie mied ungehörige Kinderspiele, verachtete die possenhaften Schaustellungen der Gaukler, verschmähte die Ammenmärchen und verschloß keusch die Ohren vor allen anzüglichen Liedern, als hätte sie sich vorgenommen, mit Sara, der Tochter Raguels und künftigen Gattin des heiligen Tobias, zuversichtlich zum Herrn zu sagen: ʻNie habe ich mich den Spielenden beigesellt, noch denen, die in Leichtfertigkeit wandelnʼ. Nicht verwunderlich, wenn der Heilige Geist in der Zeit der Wahrheit und der Gnade seine Dienerin, die er sich zur Braut ausersehen hatte, schon in frühester Blüte mit Sorgfalt so unversehrt aufwachsen ließ, der im Schatten des Gesetzes ein kleines Mädchen so sehr behütete, das für das Brautgemach eines gerechten Mannes ausersehen war.
- i
- et] etiam Boll.; etiam ante et del. W; deest ↩
- k
- veteranorum A W Boll.↩
- l
- illa] id est Boll.↩
- m
-
tobis ↩
- n
- enutrivit deest A W Boll.; praemunivit suppl. Boll.↩